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Stitchen

Das Zusammensetzen der Einzelbilder im Stitching-Programm PTGUi ist einfacher, wenn man beim Fotografieren nach immer gleichbleibenden Arbeitsschritten und -methoden vorgeht. So sind dann die einzelnen Parameter auch manuell einsetzbar, wenn die Automatik des Programms keine zufrieden stellenden Ergebnisse erzielen kann.


Die vorliegenden Bilder haben einige Nachteile:

1. Sie sind im Querformat aufgenommen.
2. Die Überlappungen sind zu groß.
3. Die Belichtungen sind zu unterschiedlich.
4. Ein Boden-Bild ist unscharf.
5. Die Reihenfolge der Aufnahmen ist unvorteilhaft.
6. Die Bilder sind nicht genau waagerecht aufgenommen.
7. Sie sind als jpg und nicht im RAW-Format aufgenommen.
8. An den Bildrändern erzeugt das Objektiv chromatische Aberrationen.
9. In der 60°-Reihe gibt es zu viele Bilder.

 



Was bedeutet das für die Arbeit mit PTGUi?

zu 1: (Sie sind im Querformat aufgenommen)

Bei der Szenerie-Fotografie geht es ja nicht um ein einziges Landschaftsfoto, sondern um Serien von Reihenaufnahmen. Dafür eignet sich das Hochformat besser, weil damit mehr Himmel- und Bodenbereich aufs Einzelbild kommt und die Auflösung des zusammen gesetzten Panoramas größer wird.

zu 2: (Die Überlappungen sind zu groß)


Bei zu großen Überlappungen verschenkt man nicht nur die höchstmögliche Auflösung des Panoramas. Auch bei geringen Bewegungsveränderungen innerhalb der zu überblendenden Bilder (Gras, Bäume) kommt es zu Unschärfen im Überlappungsbereich des fertigen Panoramas.
Auch wird es sehr schwierig oder unmöglich, die ziehenden Wolken in den Bildern aneinander anzupassen.

zu 3: (Die Belichtungen sind zu unterschiedlich)

Wo Licht ist, gibt es auch Schatten. Und Wolkenschatten wandern. Man braucht entweder viel Geduld, um beim Fotografieren ein Wolkenloch zu erwischen, durch das die Sonne über die gesamte Aufnahmedauer die Szenerie bescheinen kann oder viel Speicher auf der Karte, um so viele Aufnahmen zu machen, dass man alle nahen Bildbereiche mit Sonnenlicht fotografieren kann.

zu 4: (Ein Boden-Bild ist unscharf)


Das kann passieren. Ein versehentlicher Griff an den Schärfering des Objektivs oder ein kurzer Wackler am Stativ genügen schon. Wenn davon, wie hier, "nur" ein Bodenbild betroffen ist, kann man noch darüber hinweg sehen. Ist es ein Bild in der Horizontlinie, ist das Panorama nicht mehr zu gebrauchen.

zu 5: (Die Reihenfolge der Aufnahmen ist unvorteilhaft)

Es geht zu langsam, denn man muss ja von unten immer erst wieder nach oben schwenken. Dadurch sind die Wolken in den Reihen zu weit weg gezogen, um sie noch sauber aneinander fügen zu können. Beim Stitchen entstehen im Himmel blaue Ränder um die Wolken und nebelartige "Geisterbilder".

Besser ist es, jede Reihe horizontal rechts herum aufzunehmen.
Mit einem 18mm-Objektiv fotografiert man für ein Reflex-Panorama 42 Bilder im Hochformat, die in vier Reihen jeweils vom gleichen Anfangsblickwinkel aus rechts herum aufgenommen werden:

12 Bilder in der 0-Grad-Reihe, 30 Grad horizontaler Versatz,
12 Bilder in der 35-Grad-Reihe , 30 Grad horizontaler Versatz,
6 Bilder in der 70-Grad-Reihe, 20 Grad horizontaler Versatz,
12 Bilder in der -35-Grad-Reihe, 30 Grad horizontaler Versatz

zu 6: (Die Bilder sind nicht genau waagerecht aufgenommen)


Bilder, die nicht waagerecht aufgenommen wurden, setzt PTGUi in der Automatik in einer Wellenlinie zusammen.

Nur mit sehr vielen, Hand gesetzten vertikalen Kontrollpunkten kann man die Einzelbilder so geraderücken, dass Hauswände und Strommasten auch senkrecht stehen.

zu 7 und 8: (Sie sind als jpg und nicht im RAW-Format aufgenommen und chromatische Aberrationen)

Immer dann, wenn man unterschiedliche Belichtungen ausgleichen muss, eignet sich das RAW-Format besser.

Die so aufgenommenen Bilder sind noch nicht von der Kamera aufbereitet worden. Alle Einstellungen, wie z.B. Schärfe, Weißableich und Hell- Dunkel-Werte können vor dem Stitchen noch in einem RAW-Entwickler optimiert werden. Auch die roten oder blauen Farbsäume an den Objekten im Bildrandbereich, die chromatischen Aberrationen, können damit verringert oder ausgefiltert werden.

zu 9: (In der 60°-Reihe gibt es zu viele Bilder)

Statt 13 Bilder benötigt man im 60°-Winkel nur 3-4, um diesen Bereich beim Querformat voll abzudecken.

Zur Panorama-Editor-Übersicht:


 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

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